Wie ich anfing mein Konsumverhalten zu ändern.

Alle Welt redet von Nachhaltigkeit. Jeder rät zu umweltbewusstem Verhalten - so auch in der Mode. Ich persönlich bin nun an einem Punkt angekommen (den wahrscheinlich fast jede Anfang 20-Jährige Frau durchmacht), an dem ich bewusst mein Konsumverhalten ändern möchte. Keine Frustkäufe mehr. Nicht mehr dem dicken roten Sale-Zeichen verfallen. Und erst nach langer und guter Überlegung einen Kauf tätigen. Gezielt Geld ausgeben oder so.

Mein ungesundes Kaufverhalten wurde nur noch dadurch bestärkt, dass ich mich fast täglich den Angeboten der Onlineshops all over the World aussetzte. Neue heiße Teile, Klamotten zu beliebigen Anlässen (wobei ich das schon immer Scheiße fand) und die berühmt berüchtigten Sales locken uns Verbraucher immer wieder auf deren Seiten. Das Krönchen wird dann noch durch das praktische Speichern der Artikel im Warenkorb aufgesetzt. Schnell ist man angemeldet und kann die neuen übergeilen Boots, den sexy Rock für die nächste Party, und und und via Mail an die Freundin verschicken und beurteilen lassen.
Versteht mich nicht falsch - ich liebe Onlineshops. Man hat viel mehr Auswahl wie in den ortsansässigen Geschäften und bekommt die Ware ganz stressfrei nach Hause geschickt. Doch die Gefahr ist groß. Schnell ist die Kreditkarte gezückt und schwuppsdiwupps hat man ein paar Euro weniger auf dem Konto. Kein Überblick mehr über die gekauften Errungenschaften und rasch steckt man in den Miesen, da die Kreditkartenabrechnung nur einmal im Monat vom Konto abgezogen wird.

Bis gestern besaß ich noch um die 150 Links in meinem Bookmark-Ordner "Onlineshops". Da das für mein Vorhaben nicht gerade förderlich ist, habe ich erstmal ausgemistet. Reduziert habe ich auf kleinere Etsy-, Designer- und Vintageshops, die außerhalb Ebay verkaufen. Die üblichen Verdächtigen wie Asos, Topshop etc. sind auch mal so fix in die Adressleiste eingegeben und müssen nicht mehr abgespeichert werden. Selbst diese Shops enthalten so manches Prachtstück und führen zudem so manch erschwingliches Designerteil.

Zugegeben. Zu 100% hat es bei mir noch nicht Klick gemacht. Aber ich sehe das eher als einen Lernprozess an. Lernen gezielt Geld auszugeben, dabei seine Wünsche zu erfüllen und durch überlegtes Shoppen die Umwelt (Second-Hand!!) zu schonen. Jawohl!
Ein kleiner Tipp noch von mir: Wenn ihr einen tollen Onlineshop entdeckt, schaut euch zuerst die Schuhe an. Anhand denen könnt ihr den Shop nach seiner Qualität und dem Preis-Leistungsverhältnis beurteilen.

Vor einigen Wochen habe ich über meine Traumschuhe Acne Pistol Boots einen Text verfasst. Vergleichbare Schuhe gibt es bei Grenadine oder sogar Asos. Noch bis vor einigen Wochen war ich fest davon überzeugt, dass genau diese Boots bald Mein sind und mich mein Leben lang begleiten. Nennt es als ein knausriges Verhalten oder eben sowas wie "die Schuhe gefallen ihr eben doch nicht zu 100%". Letzten Endes habe ich mich gegen sie entschieden und fand relativ änhliche von der Marke Ash beim Urban Outfitters Sale. Mehr dazu in einem gesonderten Post.

Zum Schluss möchte ich noch meiner guten Freundin Vanessa für ihren grandiosen Artikel danken. Dieser gab mir noch den letzten Ruck, mein Konsumverhalten endlich zu ändern und somit etwas gutes zu tun. Nicht nur für meinen Geldbeutel.

Change your consumer behaviour!

Kommentare :

  1. YEAH go girl ! sehe ich genauso !!!

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  2. So belehrend! Ich hoffe, dass mehr Leute diesen tollen Artikel lesen werden.

    Mach weiter so, Anja!
    Ivan

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