
Gut, Rock am Ring ist schon vorbei und die ersten Festivals wurden schon nächtelang durchgefeiert aber mir ist das doch egal. Ich geh nächstes Wochenende aufs
SOUTHSIDE und das zählt. Die Vorfreude wächst ungemein und so nerve ich jeden Tag auf's neue meine Mitmenschen (die, die natürlich nicht hingehen, weil sie a. zu Mainstream sind und nicht mal wissen, was ein Festival ist oder b. sich einfach Null für Indie und Alternative interessieren). Alles nicht weiter tragisch, wir lassen jetzt
einfach mal die Sonne rein und hiermit haue ich für euch den
ultimativen Festivalguide raus. Wer jetzt Fashiontipps mit viel Blümchen, Boho-Chic und Hippie-Fransen-Klamotten erwartet, der ist hier eindeutig falsch.
Ich konzentriere mich lieber auf die essentiellen Dinge, die neben einem Zelt und einem Handy überlebenswichtig sind.

Kondome, na klar. Ich will ja bei diesem ganzen Fashion against Aids-Zeugs mitziehen, ne Quatsch. Schließlich weiß man nie, was oder wer da so kommt und sicher ist sicher. Am besten garnicht dran denken, das der über/unter einem stundenlang bei The Strokes in der ersten Reihe gerockt hat, sich womöglich noch gefühlte 12 Bierduschen unterzogen hat und dabei das richtige Wasser schon über 34 Stunden nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Nase zu und durch!
Essen wird sowieso überbewertet, daher nur einen Einmalgrill und irgendwelche Fertiggerichte, wie Minuto. Auf einem Festival sollte man sich eh mehr der
Flüssignahrung widmen. Deswegen empfehle ich: 1,0Liter Rotwein im Tetra Pack. Das ganze Ding mit Gaffa-Tape umwickeln und als Umhänge"tasche" umfunktionieren. Mit der "Trinktasche" kommt ihr auch auf's Festival-Gelände und ihr werdet sehen, das die verweichte Pappe nach ein paar Stunden immer besser schmeckt. Nebenbei kann man Gaffa-Tape für alles mögliche gebrauchen. Jemanden fesseln, Zelt wieder flicken, sich 'nen Bandeau selber machen, und und und.
Wer keine hippe Holga (so wie ich!), Diana, Lomo oder sonstwas besitzt, der holt sich einfach eine Einwegkamera vom Drogeriemarkt. Taugt genauso viel und bringt sensationell verschwommene und mit unerklärlichen Lichteffekten gespickten Fotos hervor.
Um dann eben doch meinem Status der Modebloggerin gerecht zu werden, empfehle ich ein sogenanntes Allround-Wetter-Outfit. Das wären einmal die guten alten Chucks, 'ne kurze alte Jeans (natürlich kurz! Schließlich werden es um die 20Grad nächste Woche sein! Optimismus pur!) und der unverwechselbar tolle schwarze Hoodie vom Freund, Kumpel, wem auch immer. Hauptsache oversized, schwarz (da zu allem kombinierbar) und einfach saugemütlich. Keinesfalls ein spektakuläres Outfit, aber wen juckt das schon auf einem Festival? Spätestens nach einem Tag sehen eh alle gleich verratzt aus. Die Schminke noch vom Vortag dran und die Augenringe entdeckt man schon auf 5m Entfernung.
Doch einen Trend muss ich natürlich noch raushauen:
Die Bum Bag. Ihr kennt sie alle von Mum&Dad's früheren Modesünden. Diese Taschen, die man um den Bauch schnallt und sehr praktisch als Geldaufbewahrung etc. dienen, erleben dieses Jahr ihr
Revival. Ich spür' es! (
Wer sich erinnert, schon letzten Sommer bahnte sich da was an) Und so hab auch ich endlich ein altes Ding rausgekramt. Total träshy aber geil! Für diejenigen, die in ihrer ungeordneten Ordnung keine mehr finden oder die Bauchtasche schon längst auf einem Müllberg in Buxdehude liegt, habe ich
hier und
hier zwei schöne Versionen von UO.

Ist sie nicht wunderhübsch?
First Picture via
http://emmanygren.freshnet.se/______
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